Ich war 35 Jahre alt, als ich die Diagnose Brustkrebs bekam.
Von anfänglichen Ängsten, über Wut und Opferhaltung bis hin zur Traurigkeit durchlief ich im Laufe der gesamten Therapie viele Stadien von Gefühlen. Aber auch die Liebe konnte ich spüren. Ja, da war tatsächlich auch Liebe.
Im Nachhinein betrachtet, hat mich die gesamte Erkrankung in ein neues Bewusstsein geführt und mir völlig neue Einsichten offenbart.
Ich sah das Leben plötzlich mit ganz anderen Augen, denn mir wurde klar, ich habe ein großes Geschenk erhalten. Ich habe die Therapie und die Erkrankung überstanden und bin heute geheilt.
Sie hat mich für das kommende Leben gestärkt. Diese Krise war eine neue Chance für mich.
Ich durchlief 8 Chemotherapien, eine große Brust-OP und 32 Bestrahlungen. Und ja, es war auch eine harte und kräftezehrende Zeit. Doch sie hat mich stark und mutig entlassen. Mein Blick in die Zukunft war klarer.
Ich kann sagen, mir haben sich ganz neue Perspektiven eröffnet, egal ob beruflich oder privat. Bei mir war es die Familie und Freunde, die mir Kraft und Mut gegeben haben.

Es müssen nicht zwangsläufig Menschen sein, die einen unterstützen. Es können schöne Erinnerungen und Ereignisse sein. Jeder kann sich diese kleine eigene Insel schaffen, auf die er sich flüchten kann, wenn es kaum noch auszuhalten ist.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Insel erschaffen.
Sie dürfen Ihre eigenen Erfahrungen machen. Viele Menschen und Meinungen führen zu Verunsicherungen. Spüren Sie, was wichtig für Sie ist. Sie dürfen mutig sein, denn es geht um Sie und Ihre Gesundheit.
Es ist erlaubt, auch mal „nein“ zu sagen.
Ich selbst habe mich entschieden, kein Geheimnis in der Öffentlichkeit aus der Krankheit zu machen. Dennoch weiß ich, nicht jeder wird diese Entscheidung treffen.
Vertrauen Sie sich - alles darf da sein. Jedes Gefühl darf gefühlt werden.
Ich kann vor, während und nach der Krebsbehandlung für Sie oder Ihre Angehörigen eine Begleiterin sein.

Am Ende ist alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist,
dann ist es noch nicht das Ende.